Logbucheintrag, 30. Juni 2017

Recht früh ertönt heute ein lautes "Reise, Reise auuuufstehn" des Skippers, denn wir haben noch etwas Strecke vor uns bei der heutigen, leider letzte Etappe nach Olbia. Aber vorher heißt es erst einmal "auf zum Strand" mit einem morgendlichen "Schwimmausflug" :-).

Leider scheint die Sonne uns heute zu verschmähen und es ziehen immer mehr Wolken auf- und ganz blöd- es regnet... Den ersten Teil der Langstrecke hält uns der quasi nicht vorhandene Wind auf, dafür bläst er ab Mittag umso mehr -> 20-30° Schieflage: kein problem! Wenn nur die Wellenwarnungen vom Rudergänger etwas früher und präziser kämen. Naja Alles in Allem ein schönes Finale! Hat sehr vie Spaß gemacht! Lieber Arnold, vielen lieben Dank für eine unvergessliche Woche "auf See"!

Nadine

Logbucheintrag, 29. Juni 2017

Heute morgen lassen wir es ruhig angehen. Nach dem Frühstück spazieren wir noch hoch zur wunderschönen Altstadt von Bonifacio, schlendern durch die Gassen,genießen einen Kaffee. Gegen Mittag machen wir die leinen los. Ein letzter Blick auf die Steilküste von Bonifacio. mit 4-5 kn segeln wir bei Sonnenschein ganz entspannt zu "super" Bucht- Cala Corsara auf Isola Spargi. Bei Ankunft herrscht hier Hochbetrieb: Katamarane, Schlauchboote, Segelyachten, Speedboote, Ausflugsboote. Ein ständiges Kommen und Gehen. Mit einem kühlen Bier am Strand ist die Welt in Ordnung :-) Am Ende bleiben nur zwei Boote für die Nacht, somit genießen wir die Schönheit Cala Corsaras in herrlicher Ruhe bei einem Glas Wein.

Annette

Logbucheintrag, 28. Juni 2017

Skipper wird nass! Skipper und Crew werden vom Regen (im Juni!) nass, das hält uns aber nicht davon ab, früh am Morgen nach Bonifacio zu segeln. Auf dem Weg dahin klart es auf und wir werden mit gutem Wetter belohnt und so können wir noch bei Iles des Faziolu vor Anker gehen und schwimmen gehen. Einfach traumhaft! An diesem Tag jagt ein Highlight das nachste. Nach der traumhaften Bucht fahren wir durch die schönste und spektakulärste Hafeneinfahrt nach Bonifacio! Danke für den schönenTag auf der Paloma!

Bianca

Logbucheintrag, 27. Juni 2017

Die Crew ist nun eingespielt. Nach einem ausgiebigen Frühstück, das Dank der "Engespieltheit" schnell zubereitet wurde, geht es, bei ordentlich Wind und Welle, weiter die Westküste rauf Richtung Nord-Nord-Ost. Nach den ersten beiden Tagen Schwächephase hat die Crew einen gewissen Medizinspiegel im Blut erreicht und sieht der nächsten Segeltappe ruhigen Blutes entgegen. Bei schönem Raumschotkurs kommen wir gut voran und werden zeitweise von einer Delphinschule begleitet- ein tolles Erlebnis.

Baia di S.Reparata stellt sich als wunderbar ruhige Bucht heraus, Schwimmen, Essen, frische Luft und Wein helfen beim Schlaf. Genuß pur!!!

Felix

Logbucheintrag, 26. Juni 2017

Was für eine Nacht! Nach gefühlten 1-2 Stunden Schlaf (je nach Crewmitglied), schwimmen alle erst mal in der völlig ruhigen Bucht. Die leicht gereizte Atmosphäre *grins* legt sich aber sofort als die Segel gesetzt werden. Es folgt ein schöner Trip nach Castelsardo- Zwei Fahrtenyachten = eine Regatta. Leider verlieren wir diese und rätseln wie es dazu kommen konnte ;-)...

Bevor es in die Marina geht nehmen wir noch eine Abkühlung im aufgewühlten Wasser vor einem schönen Strand. In der Marina wird das Rätsel gelöst, die andere Yacht ist 3 Meter länger und "Länge läuft" bekanntlich.

Eine Dusche und ein selbst Gemachtes Gemüse-Risotto sowie der Sundowner (Rumpunch mit Muskat) halten uns noch ca. eine Stunde wach.

Rene

 

 

Logbucheintrag, 25. Juni 2017

Nach einer ausführlichen Sicherheitseinweisung fühlen wir uns bestens gerüstet und vorbereitet für unseren ersten Tag auf dem Meer. Bei absolutem "Kaiserwetter", 3 Bft. kein Seegang und Sonnenschein, verlassen wir pünktlich um 1300 den Hafen von Alghero. Gleich hinter der Hafenmauer setzen wir die Segel und das Tuckern des Motors verstummt! Und da ist es, das Gefühl vom über das Meer gleiten - ganz in Ruhe! Wir segeln gemütlich so lange bis der wind stark nachlässt und wir bis zu unserer Zielbucht - Porto Ferro leider motoren müssen. In der Bucht angekommen eird das Dinghy zu Wasser gelassen und das nähere Umland erkundet. Ein Teil der Mannschaft wandert durch ein Pinienwald zum einzigen natürlichen Süßwassersee Sardiniens, dem Lago di Baratz, während Annete und ich uns am Strand gemütlich machen. Wieder an Bord wirde das Abendessen vorbereitet. Allerdings kaum jemand hat Hunger. Der Wind ist völlig eingeschlafen und der Schwell macht uns zu schaffen :-( . Unserer Skipper, bemüht um unserer Wohl, schlägt eine  Ausserplanmäßige Nachtfahrt bis Isola Piana vor. Um 0400 kommen wir in an und werfen den Anker. Hier ist es ruhig wie im Hafen und alle können nun glücklich einschlafen.

Dennis

Logbucheintrag vom 23. Juni 2017

Morgens werden wir von der Guardia Costiera gebeten unseren Platz zu räumen. Glücklicherweise sind wir schon mit dem Frühstück fertig und ohnehin bereit zum Ablegen. Sogar für eine ausgiebige Runde Yoga war noch Zeit. Bei leichtem Wind kreuzen wir die sardische Küste entlang. Unterwegs spielen wir Karten und essen alles was noch übrig ist :). Nachmittags machen wir einen letzten Schwimm-Stop. Das Wasser ist unglaublich klar und wir genießen unser vorerst letztes Bad im Meer. Am frühen Abend laufen wir im Hafen von Alghero ein.

Wir sind alle etwas wehmütig, dass diese Woche so schnell schon vorbei ist. Es war eine großartige Zeit. Wir haben unglaublich viel gesehen und kommen auf jeden Fall wieder. Tausend Dank an Armold für diese tolle Segelwoche!

Christin, Johanna und Stephan

 

 

Logbucheintrag vom 22. Juni 2017

Schon früh machen wir uns auf den Weg Richtung Bosa. Das Wetter ist, wie immer, herrlich und unterwegs zieht Arnold uns auf zwei Fendern hinter dem Schiff her. Wir versuchen uns so gut es geht festzuhalten und hoffen, dass wir nicht zu sehr einem Haifischköder ähneln. Ein riesen Spaß. Mittags gehen wir in einer offenen Bucht vor Anker und schnorcheln entlang eines Riffs. Bevor es weiter geht gibt es noch leckeren Pfannkuchen. Gegen 14 Uhr setzen wir wieder die Segel um pünktlich in Bosa anzukommen, denn das Dörfchen soll wunderschön sein. Angekommen machen wir die Paloma an einer Mauer vor dem Hafen fest und lassen das Dingi zu Wasser. Dann geht es einen Fluss hinauf bis zu einem sehr schönen, bunten, mittelalterliche Städtchen. Wir wandern rauf uns runter, quer durch die Stadt, vorbei an zahllosen rosanen, blauen, grünen und türkisen Fassaden, von oben bis unten bedeckt mit Weintrauben und bunten Blumen. Zufällig landen wir in der wohl besten Pizzeria Sardiniens. Die Pizza, der Wein und das Eis schmecken fantastisch. 

Logbucheintrag 21. Juni 2017

Nach dem Aufwachen erkunden wir zuerst unseren Ankerplatz und schwimmen ein paar Runden um das Boot. Nach dem Frühstück geht es direkt weiter. Der Wind ist uns den ganzen Tag über wohlgesonnen und wir gleiten mit sieben Knoten über das Meer. Mittags ankern wir vor einer Flussmündung und lassen das Dingi zu Wasser. Wir fahren den Fluss aufwärts und beobachten Flamingos, die direkt vor uns durch das seichte Wasser stolzieren. Am Strand sammeln wir Muscheln und genießen das 26 Grad warme Meerwasser. Später setzen wir nocheinmal die Segel und nehmen Kurs auf eine 20 Meilen entfernte Bucht. Unterwegs gefällt uns aber eine andere Bucht so gut, dass wir spontan vor Anker gehen und mit dem Dingi an Land fahren. Wir spazieren das Cap hoch zu einem schicken renovierten Leutturm und es bietet sich eine herrliche Aussicht inklusive goldenem Sonnenuntergang. Bei einem Glas Rotwein und leckeren Spaghetti lassen wir den langen Tag ausklingen.

Christin

Logbucheintrag, 20. Juni 2017

Ein absolut perfekter Tag, wie aus der Werbung für das Mittelmeer. Wir starten entspannt vom Hafen Carloforte und segeln Schmetterling. Unterwegs machen wir Halt in einer wunderschönen Bucht mit Sandstrand und bestechend türkisem Wasser. Wir schwimmen bis zum Strand und zurück und springen, mit mehr oder weniger gelungenen Kopfsprüngen, vom Bug der Paloma. Nach der Abkühlung geht es weiter Richtung Norden. Einen Teil der Strecke segeln wir entspannt. Irgendwann verlässt uns der Wind und wir müssen motoren. Unterwegs sehen wir immer wieder Delfine, die kurz das Boot besuchen. Zum Essen machen wir den Motor aus und dümpeln übers Meer. Bei einem Glas Rotwein genießen wir die Stille und den feuerroten Sonnenuntergang. Wie in einem kitschigen Film zeigt sich noch einmal ein Delfin und schwimmt vor unserer Kamera in die Sonne. Wir fahren weiter und es wird schnell stockdunkel. Im Dunkeln ankern wir in einer uns unbekannten Bucht. Wir sind gespannt auf den Morgen um zu sehen wie unsere Bucht wohl aussieht. Bis dahin genießen wir den atemberaubenden Sternenhimmel und vereinzelte Sternschnuppen.

Christin

Logbucheintrag vom 19. Juni 2017

Vormittags ist der Wettergott uns noch gut gesonnen und beglückt uns mit mäßigem Wind. Ab Mittag müssen wir aber den Motor nutzen. Wir nutzen  die Möglichkeit bei einer Brandungsgrotte den Anker zu werfen und eine Runde zu schnorcheln und zu schwimmen. Das Wasser hat eine angenehme Temperatur von 24 Grad. Auf dem Weg nach San Pietro - entlang der Felswand von Sardinien - liegen nicht markierte Steine im Wasser, die für einen kurzen Moment einen leichten Schreck verursachen. Arnold bleibt cool und routiniert am Steuer und löst die Situation fachmännisch mit Hilfe des Rückwärtsganges. Auf dem weiteren Weg nach Carloforte frischte der Wind für anderthalb Seemeilen auf, um dann wie auf Knopfdruck gänzlich einzuschlafen. Nach dem Anlegen werden Gnocchi mit Champignons und Porree serviert und anschließend machen wir noch einen Verdauungsspaziergang durch das nette alte Örtchen. In Summe ein spannender und erholsamer Urlaubstag.

Stephan

Logbucheintrag 18. Juni 2017

Der erste Tag auf See beginnt direkt mit reichlich Wind. Noch im Hafenbecken von Cagliari gibt es das erste Highlight der Reise: Delphine! Mit ordentlich Schieflage und acht Knoten rasen wir Richtung Porto Malfatone. Johanna, die das erste Mal überhaupt auf einem Schiff ist, geht direkt ans Ruder und steuert uns souverän die Küste entlang. Nachmittags gehen wir in der sehr schönen Bucht von Porto Malfatone vor Anker. Vor dem Essen wird noch eine Runde geschwommen. Ein gelungener erster Tag, es darf so weiter gehen!

Christin

 

 

Logbucheintrag, 16. Juni 2017

La Paloma Ahoi! Der letzte schöne Seetag einer wunderschönen Segelwoche bringt noch einmal alles, was das Wasserrattenherz begehrt: Segeln, Motoren, Segel setzen, Segel bergen, viel Wind, wenig Wind, Sonnenbaden, Eincremen, Baden gehen, Bumerangs, frisch geangelten Bonito essen, lecker Kochen, lecker Gin Tonic trinken, Fischernetz angeln und einfach die Zeit genießen.

Herzlichen Dank für eine aufregende Segelwoche- Wir kommen gerne wieder!

 

 

Logbucheintrag, 15. Juni 2017

Unser Tag startet mit kurzem ersten Frühstück, um zügig in die ruhige See zu stechen, wo wir dann unter Segel ein gemütliches zweites Frühstück genießen. Leider meint es der Windgott nicht gut mit uns, sodass wir mit nur wenig Wind auf 3,5 kn ohne Motor kommen. Bei einem Ausweichmanöver mit einem Fischerboot kommen wir mit unser Angel in sein Netz, oh weia, ob Arnold uns das verzeiht? :-) #seemannsgarn

Die letzten Stunden unter Motor verbringen wir bei strahlendem Sonnenschein und einer Doppelkopfrunde. In der traumhaften Bucht vor der Isola Tuaredda freuen wir uns aufs kühle Nass und lustige Boomerangvideos. Bei dem Versuch DAS Video mit der GoPro zu schießen, kommt es zu einem weitern Highlight: einer #adventureklettertour, somit geht bei Pasta, Gin Tonic und Wein der Tag zu Ende.

Marie

Logbucheintrag, 14. Juni 2017

Wir stehen früh auf, um genügend Zeit zu haben auf unserer heutigen Route von der Molo Sanita nach Carloforte auf San Piedro, in einer schönen Bucht einen Badestop einzulegen. leider ist es sehr schwachwindig, sodass wir nur für eine sehr kurze Strecke die Segel setzen können und viel motoren müssen. Am frühen Nachmittag lassen wir den Anker in der Bucht bei Punta Nera auf San Piedro. Nach dem Snack gehen wir erst mal plantschen und schwimmen zum Strand. Während des Badestops hat der Wind aufgefrischt, sodass es etwas frisch ist nach dem rauskommen. Pünktlich zum "Anker auf" flaut der Wind wieder ab, also motoren wir die letzten 3 sm zu der Marina von Carloforte. Der Marinero fängt uns schon vor der Hafeneinfahrt ab und lotst uns zum Liegeplatz.

Nach dem leckeren Asia-Wok-Gericht an Bord, schlendern wir noch durch den malerischen Ort, kaufen uns ein Eis und lassen den Tag bei einem Aperol Spritz im Cafe auf der großen Piazza ausklingen.

Florian

 

 

 

Logbucheintrag, 13. Juni 2017

Wir starten den Tag mit einem Spätaufsteherfrühstück. 

Nachdem wir die schöne Bucht Porto Malfatano unter Segeln verlassen, nehmen wir Kurs in Richtung Isola di Sant' Antioco. Während einer angeregten Unterhaltung ruft plötzlich unsere "Steuerfrau" Annelie, Delphine! Mit freudiger Aufregeung zücken alle ihre Kameras für den #Schnappschuss. Die Delphinschule begleitet "neugierig" uns ein kleines Stück. Wir entscheiden uns zum Halt (Beiliegen) in der Hoffnung mit den Delphinen planschen zu können. Diese haben aber leider ihre Aufmerksamkeit inzwischen voll und ganz ihrer Nahrung gewidmet, somit bleibt ein Schnappschuss im Wasser aus.

Nach einer demokratischen Abstimmung entscheiden wir uns für den kürzeren Weg. Wir lassen Sant' Antioco an Backbord liegen und segeln vor dem Südwind mit "Butterfly"-Segelstellung in Richtung Porto Ponte Romano um an der Mole Sanita festzumachen. An der Mole kommt gleichzeitig mit uns die Guardia di Finnanza mit einem kleinem Boot voller Flüchtlinge im Schlepptau an.

Nach dem obligatorischen Gin Tonic-Anleger geht es mit einem 2km langen Fußmarsch in die Marina Sant' Antioco zu einer Pizzeria. Nach einer sehr unterhaltsamen Abendmahlzeit mit einigen Panne: #zu lauter Musik #Bedienung kämpft mit Koch #falsches Essen #Hund jagt Katze geht der Abend mit einer entsprechenden Bettschwere zu Ende.

Jana

Logbucheintrag, 12. Juni 2017

Moin Moin!

Bei Kaiserwetter peilen wir Porto Malfatano an. Die Angel wird ausgeworfen und pünktlich zum Mittagessen beißt ein kleiner Bonito an. Da die Pfanne quasi noch heiß ist, weil darin der Rest vom gestrigen Stampf aufgewärmt wurde, wird der Fisch in aller Eile, ausgenommen, zu kleinen Steaks verarbeitet und gebraten- frischer geht es wirklich nicht!

Nach diesem vorzüglichen Snack, für den wir die Paloma zum "Beiliegen" beigedreht haben geht es weiter zu unserem Ankerplatz, aber bevor wir den erreichen heißt es Man über Bord! Na gut, Boje über Bord! Auf zum Manöver. Bei Q-Wenden und einem Quickstop übernimmt jede in der Crew einmal jede Aufgabe am Steuer und den Schoten. Anschließend geht es bei Schräglage und mit 7kn Fahrt zum Tagesziel, Porto Malfatano. Am Ankerplatz ist ein "Köpper vom Bugkorb Pflicht.

Der Abend klingt bei Wein und guten Gesprächen entspannt aus.

Annelie

Logbucheintrag, 11. Juni 2017

Absolutes "Blümchensegeln", kaum Wellengang, für den Einstieg optimal. Die Crew, die sich erst gestern kennengelernt hat, versteht sich super und was sehr erfreulich ist, alle scheinen seefest zu sein, keiner wird seekrank auch unter Deck nicht. Nach dem "Anleger", (Gin Tonic) in der schönen Bucht bei Capo di Pula geht es erst mal "ab in die Fluten", mit einem "Boomerang". Hier werden die ersten Steine für #Paloma auf Instagram gelegt. Eine weitere Einarbeitung bekommt Arnold diese Woche noch.

Beim mediteranen Kartoffelstampf und Mondaufgang geht der erste Segeltag zu Ende.

Heike

Logbucheintrag, 09. Juni 2017

Während der Frühstücksvorbereitung slippt der Anker, weil der Wind sich gedreht und deutlich an Stärke zugenommen hat. Die Kollision mit dem Boot der hinter uns liegt wurde gerade noch vermieden. Nach dem Frühstück setzen wir die Segel und nehmen Kurs nach Cagliari. Die See ist sehr kabbelig hier, deswegen ziehen wir vorsorglich unsere Rettungswesten an. Der Wind kommt natürlich wieder aus SE, also kreuzen. Nur wenig Segler sind zu sehen, aber das war die ganze Woche schon so. Die letzten Meilen nach Cagliari müssen leider, wegen Flaute gemotort werden- schade! Die Woche geht jetzt zu Ende und man hat das Gefühl, dass die Tage nur so verflogen sind. Für mich war es ein erlebnis- und lehrreicher sehr schöner Törn, der mir lange in Erinnerung bleiben wird.

P.S. Kein Tiramisu suf Sardinien gefunden. Dies bleiben dem Skipper noch schuldig. Thumbs up, oh Käpt'n mein Käpt'n.

Logbucheintrag, 08. Juni 2017

Nach dem gestrigen, recht heftigen Wind geht es heute bei gemächlichen 3 Bft. ganz entspannt und gemütlich in die Bucht Porto Malfatano. Die malerische Küste inclusive der Vögel können wir erst jetzt so richtig genießen. Der Trip ist heute recht kurz, schon während der Fahrt können wir die Seele baumeln lassen und verbringen einen chilligen Nachmittag in der malerischen Bucht, in Wurfweite von einem belebten Sandtrand auf der einen, und eine Vogelkolonieinsel auf der anderen Seite. So ist Urlaub!

Logbucheintrag, 07. Juni 2017

Heute geht es von Cala di Pula nach Teulada. Zunächst flott bei SE 3 die Küste entlang nach Südwesten. Kurz vor Capo Spartivento, was soviel heißt wie den Wind teilen, schläft der Südost ein, um nach dem Kap auf Nordwest zu drehen und aufzufrischen. Gegen 1200 sitzen wir, (außer Arnold, er sortiert im Salon irgendwelche Papiere), mit Rettungswesten bei 6 Bft. in der Plicht und werden ziemlich nass. Nach kurzer Zeit sind alle mit einer Salzkruste überzogen und die Paloma stampft durch die Wellen. In der Bucht von Teulada ist es alles Andere als Windgeschützt. Der Wind wird böiger und nimmt sogar noch zu. Hier muss Arnold ran und wir kreuzen, bei ordentlicher Lage zum Hafen von Teulada.

Jetzt liegen wir in der Marina und haben zum ersten, und hoffentlich auch zum letzten Mal die Pullover rausgeholt.

Rosmarinkartoffeln gibt es...riecht schon mal gut!

Logbucheintrag, 06. Juni 2017

Die Aussicht auf Sturm lässt uns früh am Tag starten, 1100, naja früh geht anders. Auf einem Am Wind Kurs geht es am Anfang mit 3 Bft und später mit 4 Bft. hoch Am Wind mit guter Geschwindigkeit dem Sturm entgegen, nur, dass der Sturm ausbleibt. Statt seiner kommt die Flaute und so schmeißen wir den "Jockel" an und motoren die letzte Stunde zu unserem Ziel, Capo di Pula. In der gegen Nordwest geschützten Bucht fällt der Anker ins Wasser- oops- da liegen ein paar Steine im Weg. Inzwischen wehen die Vorboten des Mistrals, und drehen die Paloma so ungünstig, dass die Ankerkette sich zwischen den Felsen verhackt. Mit Mühe und viel Arbeit wird er geborgen und neu, diesmal im Sand, eingegraben. Juchu so kommen wir zum zweiten Anlegerschluck.

Logbucheintrag, 05. Juni 2017

Voller Tatendrang setzen wir direkt nach verlassen des Hafens die Segel. Das was gestern nicht geklappt hat soll heute nachgeholt werden, wir möchten zu den Ruinen von Pula! Kurs Tunesien, weil der wenige Wind auch noch aus der falschen Richtung kommt :-( . Nach 2 Stunden schläft er völlig ein und so bergen wir die Genua und motoren direkt auf Capo di Pula. Zwischendurch regnet es auch immer wieder. 11 sm vor dem Ziel sendet Cagliari Radio gibt eine Sturmwarnung mit 7 Bft. aus SW für unser Gebiet aus. Erneute Kursänderung, diesmal nach Marina di Capitana :-( , ob Rasmus zu wenig Bier bekommen hat? Um 2000 kommen wir, (bei Flaute) in der netten Marina an. Das Schöne am segeln ist, dass man seine Ziele immer ändern kann und sich von so Etwas  nicht unterkriegen lässt. So genießen wir Rindergeschnetzeltes a la Michelle :-) , und nach Pula kommen wir auch noch, unser Törn dauert noch ein Paar Tage.

Logbucheintrag, 04. Juni 2017

Nach dem restlichen Einkauf startet die neue Crew, bestehend aus: Sabine, Petra, Michael und Werner, am frühen Nachmittag ihren Törn. Der Wetterbericht sagt angenehme 3-4 Bft. voraus, also wollen wir mit "Vollzeug" nach Capo di Pula. Beim Segelsetzen stellen wir aber fest, dass es 5, in Böen 6 Bft. sind, also werden jeweils das zweite Reff gesetzt und Kurs auf Villasimius gesteckt. Ordentlich von Wind und Wellen durchgeschaukelt, errreichen wir gegen 1800 Villasimius. Die Marina ist schön ruhig gelegen und von grünen Hügeln umgeben. Was für ein Kontrast zu Cagliari. Der Strand direkt neben der Marina ist nicht sehr groß aber dafür sehr schön. Wir, Sabine und Werner gehen dorthin und entdecken beim Schnorcheln, Seesterne, Einsiedlerkrebse, Seeigel und sogar eine Muräne.

Zum Abschluss des ersten Tages gibt es eine leckere Asiapfanne und nette Gespräche in der Plicht.

Logbucheintrag, 02. Juni 2017

Mannschaft und "Captain" ;-) sind erfolgreich in den Hafen "Portus Karalis" eingelaufen. Für beide, mal wieder ein lehr- und ereignisreicher Segeltag.

Wegen Flaute werden die ersten paar Meilen des Tages gemotort. Bald schon kommt aber ein Windchen auf, aus der schnell eine Brise wird, so dass der Motor abgestellt werden kann und auf raumen Kurs Cagliari angesteuert werden kann. Highlight des Tages: 9 kn auf der Logge!!! Das Meer darf sich über einen gücklichen Juchzer freuen.

Vor dem Einfahren in den Hafen gibt es noch einige Boje-über-Bord Manöver, bei denen vor allem der Skipper an den Winschen gefordert wird. Nach ein paar Anlegemanövern zum üben darf der Skipperanwärter zu Krönung des Segeltages bzw. des Törns, eigenhändig in Portus Karalis anlegen, inklusive Anfunken des Hafenmeisters.

Ein vielseitiger, spannender, lehrreicher und insgesamt sehr toller Törn geht zu Ende! Danke Arnold und Marita für die tolle Erfahrung!

Skipperanwärter

Michael

Logbucheintrag, 01. Juni 2017

Nach dem nun schon beinahe alltäglichen Morgenschwimmen und guten Frühstück fährt die Palomacrew Richtung Cala Carbonara auf der Ostseite des Golfes von Cagliari. Da wir immer noch Ostwind haben ist erst ein Aufkreuzen angesagt. Wir gewinnen an Höhe, in dem wir ca. 8 sm richtung offene See rausfahren. Nach der ersten Wende meint Erasmus es gut mit uns und dreht ein wenig nach Süd, und so brettern wir mit stattlichen 7-8 kn FdW rüber. Der Köder an der Angel der Paloma hatte schon seit Wochen keinen Anbiss mehr erfahren, also wird er ausgetauscht. Siehe da, ein Biss! Und was für einer, die Rute biegt sich sehr stark, die Bremse der Rolle hält den Zug nicht mehr, dann springt der Fisch hoch- ein ziemlich großer Schwertfisch. Der Kampf beginnt, allerdings dauert er nicht lange , dann reißt die Schnur und der Fisch verschwindet mit unserem neuen Köder. Und so bleibt uns nichts anderes übrig, als zum Abendessen eine Gemüse-Resipfanne zu machen. Die schmeckt aber vorzüglich in der ruhigen und sehr schönen Bucht, Cala Carbonara.

Logbucheintrag, 31. Mai 2017

Der Morgen beginnt recht spät um 0830, dafür aber mit stimmungsvollen Musik, "Guten Morgen Sonnenschein". Noch vor dem Frühstück gibt es in der schönen Bucht einen Freudenschrei- Michael fängt den ersten Fisch seines Lebens, eine kleine Dorade für das Abendessen. Der Wind bleibt bei ESE, das bedeutet ein weiterer Tag auf der Kreuz nach Capo di Pula. Gegen 1700 ankern wir direkt an der Ausgrabungsstätte der antiken Stadt Nora, die im 8. Jahrundert vor Christus von den Phöniziern gegründet wurde. Mit dem Dinghy fahren wir an Land, machen einen Spaziergang und stellen fest, dass die Bucht auf der anderen Seite der schmalen Landzunge, obwohl zum Wind her offen viel weniger Schwell aufweist. So beschließen wir nach der Rückkehr dorthin zu verholen. Bei Spaghetti Tonno und der selbst gefangenen Dorade lässt die kleine Mannschaft den Abend doch noch ohne nerviges geschaukle ausklingen.

Lobucheintrag, 30. Mai 2017

Nach dem Frühstück und einem kleinen Einkauf werden Hafenmanöver trainiert. Längsseits anlegen mit Eindampfen in die Vorspring, Ablegen durch Eindampfen in die Vor- und Achterspring, Wenden am engsten Raum, Anlegen mit dem Heck und Mooring und einiges mehr. Der Wind war mit 5 Bft. angesagt, tatsächlich scheinen es noch mehr zu sein, deswegen machen wir nach dem Training noch eine Pause, essen einen Mittagssnack, (es sollte Tortilla sein, wurde aber ein leckeres Rührei) und starten erst am Nachmittag. Um 1630 setzen wir gereffte Segel und kreuzen nach Malfatano. Aus einer Luftliniendistanz von 5 sm werden es am Ende knapp 18 sm. Nach dem Ankern wird das Dinghy klar gemacht um den wunderschönen Strand zu inspizieren. Bei einem kurzen Spaziergang im "Nirvana" bietet uns ein hilfsbereiter Sarde in seinem Auto in den nächsten Ort mit zu nehmen damit wir die Lokale Gastronomie aufsuchen können. Völlig underdressed landen wir in einem schicken Restaurant und nach dem leckeren Essen holt uns Jacobo, so heißt der Sarde, wieder ab. Auf dem Boot, bei klarem Sternenhimmel und einem Glas Wein, lassen wir den lehrreichen Tag ausklingen.

Logbucheintrag, 29. Mai 2017

Ein währschaftes Frühstück stärkt "Captain" und Crew vor dem neuerlichen in See Stechen. Der Anker wird gelichtet und noch bevor die Segel gesetzt werden fahren wir noch einige MOB-Manöver, bei denen der Skipperanwärter, (also ich) noch lernen muss, sofort die Maschine auszukuppeln und entsprechende Kommandos zu geben. Nach dem die Segel gesetzt sind, geht es mit ordentlichen 7 kn FdW die 20 sm Richtung Capo di Pula. Kurz vor dem Kap wird beigedreht zum Beiliegen um etwas zu essen. Das Manöver gelingt sehr gut im Gegensatz zum Gleichgewichtssinn des einzigen Crewmitglieds. Für die nächsten Stunden ist die Stimmung (vor allem in der Magengegend) etwas mulmig, um dann schon fast in Euphorie umzuschlagen beim wiedererlangen der Sinne. In dieser guten Stimmung legen wir in Porto Teulada, einer von großen Hügeln umgebenen, schön gelegenen Marina an der Mooring fest. Nach einem leichten Abendessen und anschliessenden Anschauungsunterricht im "Motorflicken" geht es spätabends auf Koje.

Logbucheintrag, 28. Mai 2017

Der Tag startet für den Skipper wie gewohnt um 0700 in der Früh. So steht das gestern eingetroffene einzige Crewmitglied und Skipperanwärter Michael um 0730 auf der Matte. Nach Kaffe und Frühstück wird die Positionslaterne repariert und unerwartet früh konnte die "Alte Dame" eingewässert werden. Um 1300 läuft die Paloma erneut Portus Karalis an um Proviant zu bunkern. Etwas verspätet aber um viele Erfahrungen reicher startet das eigentliche Skippertraining um 1500, lehrreich mit kursgerechten Aufstoppen, Wenden am engsten Raum und Boje über Bord Manövern. Anschließend geht es mit 5 kn aus dem Hafen raus Groß und Genua werden gesetzt und mit einem NE-Kurs Mortorius angesteuert. 

Fazit Tag 1: Doch einiges gelernt, zufrieden mit dem heutigen Lernfortschritt!   Beim Abendessen etwas mulmig im Magen, aber das legt sich bald! (hoffentlich)

Logbucheintrag, 27. Mai 2017

Ich glaube, dass ich zu viel Kraft habe. Beim Reinschiff wollte ich den Abflußschlauch vom Spülbecken abmachen und überprüfen ob er verstopft ist. Dabei habe ich den Borddurchlass abgerissen :-( und dadurch erfahren wie wichtig die Leckagekegel sind. Zum Glück konnten die Jungs von der Marina mir einen Kran vermitteln und so konnte ich einen neuen Borddurchlass einbauen. Morgen lassen sie mich wieder ins Wasser.:-)

Logbucheintrag, 26. Mai 2017

Der letzte Segeltag beginnt für die Palomacrew wehmütig. Einerseits, weil es nunmal der letzte Tag ist, anderseits müssen die Nachwehen des vorigen Abends auskuriert werden. So starten wir erst gegen 1200, um die letzten 23,5 sm zum Zielhafen Cagliari bei Windstärken von 4-5 Bft. zügig und begeistert hinter uns zu bringen zu können. Mehrere Manöver (Halsen) werden der Crew auf der Zielgeraden noch abverlangt, bei denen sie das angeeignete Wissen mehr oder weniger überzeugend demonstrieren kann.

Bilanz des gesamten Trips:

6 Segeltage, über 200 sm, unzähliges Gelächter, vorzüglicher Verköstigung, zahlreiche Telefonate mit Alitalia, 7/7 überlebende "Matrosen", ein am Ende immer recht behaltender Skipper, überragende Landschaften, herrlichstes Wetter, philosophische Gespräche, 12 Paletten Bier, ausbaufähige Fangquote (kein Fisch),....

Bleibt am Ende zu sagen, DANKE Arnold! Danke, für einen unvergesslichen Segeltörn, der Einladung für den Karibiktrip kommen wir gerne nach, in der Hoffnung, auch in der Südsee eine Getränkerekord aufstellen zu können.

Deine Paloma-Crew: Marian, Mirek, Maik, Matthias, Kay, Richy und Tomek.

Logbucheintrag, 25. Mai 2017

Der Morgen des 25.05. beginnt für die Paloma mit gleich 3 Hiobsbotschaften! Zu beginn wird die Heckdusche zerstört, kurz darauf besucht uns ein Boot der italienischen Marine, durch deren Manöver wir zwagspausieren müssen um beim verspäteten Segelsetzen festzustellen, dass unser "Spritvorrat"auf verschwindet geringe 2 Bierlein pro Personen geschmolzen ist! Doch all diese Rückschläge kann die mittlerweile eingespielte Palomacrewüberwinden, sodass der Kurs um 1100 gen Süden bei ordentlichen Wind eingeschlagen wird. Nach cirka 40 sm erreichen wir das Capo Carbonara, um mit einem gekonnten Manöver unter Segeln an der Boje festzumachen. Nun wird das Dinghy zu Wasser gelassen, um die Vorräte auf ihr Soll zu bringen. 

Logbucheintrag, 24. Mai 2017

Der Mittwochmorgen beginnt mit einem entspannten und sonnigen Frühstück, bevor die Paloma am frühen Mittag in See sticht. Da zum ersten Mal seit zwei Tagen Wind durch die Haare der Paloma Crew weht, werden hochmotiviert volle Segel gesetzt. In der Hoffnung, Arbatax's Kräne hinter dem Horizont verschwinden zu lassen, segeln wir bis in die Nacht hinein. Nach über 60 sm auf der Logge und  nur 27 sm in Richtung Cagliari erreichen wir unseren Ankerplatz bei Torre de Murtas.

Besondere Erwähnung gebührt den überragenden Gnocchi, diebei voller Fahrt und bei Neigungen von gefüllt 70° zubereitet worden sind. Die hocherfreute Crew wurde übersatt, nur den beiden tapferen Köchen ist bei diesen erschwerten Zubereitungsbedingungen jeglicher Appetit vergangen.

Logbucheintrag, 23. Mai 2017

Der Tag startet mit einem erfrischenden Bad in der malerischen Cala Sisine. Leider hält die Flaute des Vortages an, so dass die Dieselmaschine wieder angeschmissen wird und wir zunächst weiter Richtung Nord, an Cala Luna vorbei bis zu der berühmten Grotta di Bue Marine fahren. Anschließend nimmt die Paloma-Crew wieder den Kurs auf den ihr mittlerweiler zur zweiten Heimat gewordenen Hafen von Santa Maria Navarrese um das 7. Gepäckstück endlich in Empfang zu nehmen. Auf dem Weg dahin machen wir noch ein Zwischenstop am Pedra Longa, wo bei einem scheinenden Vollmond am Nachmittag (Eingeweihte wissen was gemeint ist) ein Bad genommen wird. Der verbrauchte Sprit wird mit 30 kg Ichnusa wieder nachgetankt und der Abend mit Gin, Schnitzel und besagten Ichnusaeingeleitet.

Logbucheintrag, 22. Mai 2017

Aufgrund der italienischen Pünktlichkeit, die zwischen 5 Minuten und 6,5 Stunden keinen großen Unterschied macht, verbringenen wir, auf das 7. Gepäckstück wartend einen entspannten Vormittag im malerischen Santa Maria Naverrese. Verspätet aber hoch motiviert diesmal den Wellen zu trotzen, stechen wir um halb 3 in See und Steuermann Maik versucht Wind einzufangen, wo er nur kann. Doch trotz aller Versuche, ist Poseidon anscheinend gesättigt und will keines unserer, aus tiefsten Innern stammende Geschenke mehr haben und beschert uns eine Flaute. Nach entspannter Motorfahrt lassen wir den Anker in der malerischen Cala Sisina fallen und genießen den Abend mit einem erfrischenden Bad, Gin-Tonic und hochphilosophischen Diskussionen über den Wassergehalt im Brot, wobei die Antwort hierauf vermutlich niemals gefunden werden wird.

Logbucheintrag, 21. Mai 2017

Am sonnigen Sonntagmorgen sticht die Paloma mit Skipper Arnold und 7 "Matrosen" mit 6 Gepäckstücken von Arbatax in die (für Landratten) unruhige See. Trotz des obligatorischen Segel-Setz-Bieres, dessen erster Schluck selbstverständlich Poseidon gebährt, geht die wilde Fahrt im 3. Reff in Richtung Norden los, praktischerweise gegen den Wind.

Bei geschätzten 0,5 - 5 m hohen Wellengang, steuern Skipper Arnold und Steuermann Marian mit äußerster Lässigkeit durchs Mittelmeer. Doch trotz dieser perfekten Führung, fordert die See von 3 der 5 bleichen Landratten das Frühstück zurück. Um schlimmeres zu vermeiden, wendet die Paloma und erreicht nach 30 Seemeilen das 4 Meilen entfernte Santa Maria Navarrese.

Das "verlorene" Frühstück wird mit einer deliziösen Tomate-Mozzarella-Platte vom Chef persönlich serviert, wieder aufgefüllt und zur Sicherheit mit Bier begossen und gekrönt.

Logbucheintrag, 19. Mai 2017

Der Schwell sorgt dafür, dass auch die Langschläfer unter uns schon um 0600 wach sind. Gläser klirren, die Espressomaschine hält sich nur mit Mühe und unter entsprechendem Lärm auf dem Herd, alle hatten wilde Träume und denken nur: Weg von hier! Gefrühstückt wird schon auf dem Meer. Immer noch Schwell, aber der versprochene Wind bleibt aus. Wir motoren bis in die Bucht von Arbatax. Die Stimmung ist seltsam. Alle 5, immer noch auf engstem Raum finden langsam in ihre Strukturen zurück, wissend, dass es der letzte Tag ist. Wir ankern ein letztes Mal, essen Nudeln und gehen ein letztes Mal schwimmen. Eine sehr schöne Woche geht zu Ende, abends im Hafen nochmal entspanntes "Familienessen", Pizza von nebenan to go....

Logbucheintrag, 18. Mai 2017

Wir stehen irgendwie auf, nach einer langen Nacht in der tropisch wirkenden Bucht Cala Pira. Segeln bei ausreichendem aber nicht wirklich starkem Wind. Alle entspannt. Ziel ist eine bestimmte Bucht, (habe ich persönlich gar nicht mitbekommen), entscheiden uns dann aber für das nördliche Ende derselben, wo das militärische Sperrgebiet endet. Abends mal wieder restaurantreifes Essen: Kalbsschnitzel, Bohnen im Speck und Kartoffeln. Wir wissen, dass wir morgen tatsächlich recht früh raus müssen. Gegenwind wird erwartet und wir haben noch Strecke vor uns bis nach Arbatax.

Logbucheintrag, 17. Mai 2017

Wir machen morgens an einer Boje in der malerischen Bucht vor Villasimius fest. Geplant ist den ganzen Tag zu Chillen, doch der auffrischende Wind und eine gemeinsame Lust auf's sich treiben lassen läßt uns weiter ziehen. Obwohl der Wind sehr bald fast verschwindet, entscheiden wir uns den Motor nicht zu benutzen und dümpeln und taumeln jetzt komplett ohne Struktur und Ziel durch den Tag und den Abend. Als primo piatto gibt es am Nachmittag Pasta alla Puttaresca; am späten Abend , in einer sehr entspannten Bucht das beste Thunfischsteak, das ich jemals essen durfte von Arnold zubereitet. (Danke für die Blumen, Arnold)

Logbucheintrag, 16.Mai 2017

0530 Uhr Ankunft im bezaubernden Carloforte auf San Piedro. Nach dem kurzen aber erholsamen Schlaf decken wir uns mit italienischen Köstlichkeiten: Vongole und Thunfisch; Espresso und Cola gegen den schwankenden Boden. Am Mittag machen wir die Leinen wieder los. Leider schläft der Wind ein und so motoren wir den Tag und die Nacht um möglichst schnell Cagliari hinter uns zu lassen. Die Spaghetti Vongole gelingen uns vorzüglich. Nachts will keiner auf Koje. Wir genießen den spanischen Käse mit leckeren Rotwein.

Logbucheintrag, 15. Mai 2017

Wir sind den ganzen Tag ohne Sicht auf Land und beginnen langsam die Strukturen zu verlieren. Nachmittags spielen Delphine vor dem Bug, abends gesundes Wok-Gemüse und plötzlich frischt der Wind auf. Nachts segeln wir endlich wieder mit 7,5 kn gegen die Sterne und die Lichter des näher kommenden Sardiniens.

Logbucheintrag, 14. Mai 2017

Die Wache endet mit einem wunderschönen Sonnenaufgang. Um 11:30 Uhr ein spätes langes Frühstück danach schwimmen mit 2700 Meter Wasser unter uns. Seit dem Morgen sehen wir kein Land mehr. Der Wind könnte stärker sein :-(, dafür erscheint das Meer wie eine riesige silberne Folie, (Augsburger Puppenkiste läßt grüßen). Gourmetdinner vom Arnold, (Saltimbocca Romana) und ein phantastisches Firmament: Kassiopeia, Orion und der Delphin (Sternenbild nicht im Wasser).

Logbucheintrag, 13. Mai 2017

Wie schon angekündigt startet heute der Sondertörn von Palma de Mallorca nach Arbatax /Sardinien. Die Crew setzt sich wie folgt zusammen: Beate, (Logbuchführung), Marian, Siegmund und Zbyszek Wachführer und Arnold der Skipper.

Unerwartet hohe Welle als wir Palma de Mallorca verlassen: Marian ist ganz blass, selbst Siegmund "Freud" ist übel. Ich durfte steuern, das half! Letzendlich wissen wir nicht ob der Seegang oder die unerwartet lange Nacht zuvor in der Altstadt von Palma schuld an der Blässe tragen ;-).

Abends ein köstliches Dinner, Tapas mit Pflaumen im Speckmantel und Hähnchen mit Knoblauch, von Arnold zubereitet beim wunderschönen Sonnenuntergang, ich denke an Stanislaw Lems roten und blauen Ozean.